Informieren lohnt sich

Eine wichtige Frage, wenn es um Aus- und Weiterbildungen geht, ist die Finanzierung. Wann bezahlt der Arbeitgeber? Unter welchen Bedingungen tragen Sie die Kosten und welche Finanzierungshilfen gibt es vom Staat?
 
Angebote wie die Bildungsprämie, Bildungsgutscheine oder Meister BAföG sind nützliche Finanzierungshilfen, die jedoch oft an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind. Kommen Sie in unsere Beratung oder rufen Sie an – wir unterstützen Sie, die günstigste Lösung zu finden und helfen Ihnen, mögliche Fördermittel zu beantragen.
 
Hier finden Sie eine erste Übersicht über die häufigsten Fördermittel rund um Weiterbildungen:

Umgangssprachlich wird diese Förderung "Meister-BAFöG" genannt. Es unterstützt berufliche Aufstiegsfortbildung und Existenzgründungen, unabhängig von ihrer Form wie Vollzeit/Teilzeit, schulisch/außerschulisch, mediengestützt/Fernunterricht. Für max. 24 Monate werden monatliche Zahlungen für Lebensunterhalt und Lehrgangsgebühren geleistet - gemischt als Zuschuss und/oder Darlehen.
 
Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gibt es unabhängig von Einkommen/Vermögen. Zahlungen für den monatlichen Unterhalt dagegen gibt es nur für Vollzeitlehrgänge. Die Höhe ist einkommensabhängig (Einkommen während der Fortbildung, eigenes Vermögen, Familienstand und Zahl der Kinder).
 
Die Weiterbildung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und auf eine öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfung vorbereiten, die unterhalb eines Hochschulabschlusses liegt, aber über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- oder Gehilfenprüfung. Es werden auch Fortbildungen in Gesundheits- und Pflegeberufen bezuschusst, wenn sie nach den Fortbildungsrichtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft durchgeführt werden. Die Aufstiegsfortbildungen enden i.d.R. mit einer Prüfung vor einer Kammer oder mit einer staatlichen Prüfung. Weitere Informationen unter www.meister-bafoeg.info
Wer eine duale Berufsausbildung mit einem hervorragenden Ergebnis (besser als "gut") abgeschlossen oder erfolgreich an einem überregionalen Leistungswettbewerb teilgenommen hat, kann sich um ein Stipendium der Begabtenförderung berufliche Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bewerben. Für berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Englisch-Intensivkurse, EDV-, Betriebswirt-, CAD- oder Meisterkurse) können die Stipendiatinnen und Stipendiaten drei Jahre lang insgesamt bis zu 6.000 € erhalten. Es ist ein Eigenanteil an den Kosten von 10 %.
 
Bei Aufnahme in die Begabtenförderung berufliche Bildung soll die Stipendiatin/der Stipendiat das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
In zu begründenden Ausnahmefällen kann die Aufnahme maximal bis zu drei Jahre später erfolgen.
 
Die regionalen Kammern übernehmen die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten, ihre Beratung und Förderung im Einzelfall und zahlen den Förderbetrag aus. Mögliche Kandidaten werden i.d.R. von den Kammern angeschrieben. Alternativ können Arbeitgeber auch Empfehlungen für die Vergabe des Stipendiums für besonders begabte Auszubildende aussprechen.
Weitere Informationen:
www.sbb-stipendien.de/weiterbildungsstipendium.html
Der Bildungsgutschein ist eine Zusicherung, dass die durch die Teilnahme an der Weiterbildung anfallenden Kosten übernommen werden. Vergeben werden sie von Beratern (Vermittlern) der örtlichen Agenturen für Arbeit. Er beinhaltet Angaben über den Themenschwerpunkt (Bildungsziel), die maximale Dauer und den Förderhöchstbetrag und ist drei Monate gültig. Häufig ist der Gutschein regional begrenzt.
 
Einen generellen Anspruch auf einen Bildungsgutschein gibt es nicht. Es ist eine sogenannte "Kann-Leistung", über die immer im Einzelfall entschieden wird. Die Förderentscheidung liegt im Ermessen der einzelnen Berater. Einen Bildungsgutschein kann bekommen, wer arbeitslos gemeldet ist und wenn eine Förderung notwendig ist. Die Interessenten müssen ihren persönlichen Bildungsbedarf begründen und eine Weiterbildung als das geeignete Instrument zur Integration in den Arbeitsmarkt darstellen. "Warum erhöhen sich Ihre Chancen, mit der angestrebten Weiterbildung eine Arbeit zu finden? Haben Sie ggf. schon Aussicht auf einen Job, sofern Sie bestimmte Kenntnisse nachweisen?"
 
Die Antragsteller müssen in der Regel entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen oder drei Jahre eine berufliche Tätigkeit ausgeübt haben. Vor Beginn der Teilnahme an einer Weiterbildung muss eine Beratung durch die Agentur für Arbeit erfolgt sein.
 
Durch den Bildungsgutschein liegt die Auswahl von Weiterbildungsmaßnahmen nicht mehr bei der Agentur für Arbeit, sondern die Arbeitssuchenden haben eine höhere Eigenverantwortung für ihre individuelle Weiterbildung. Damit soll eine größere Wahlfreiheit ermöglicht und die Eigenverantwortung gestärkt werden.
 
Der Bildungsgutschein kann i.d.R. nur unter zugelassenen (zertifizierten) Maßnahmen und Trägern eingelöst werden. Bei der Auswahl müssen Interessenten selbst darauf achten, ob der Bildungsträger ihrer Wahl über die notwendige Zulassung "Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV)" verfügt und die Kosten damit tatsächlich übernommen werden können.
In Sachen Weiterbildung akzeptieren die Finanzämter sämtliche Kosten - von der Kursgebühr über Computer und Fachliteratur sowie Fahrtkosten. Allerdings muss die Weiterbildung in einem direkten Zusammenhang mit der ausgeübten Berufstätigkeit stehen. Ist diese Bedingung erfüllt, können die Ausgaben unter der Rubrik "Werbungskosten" unbegrenzt geltend gemacht werden, da es um Erhalt, Sicherung und Erwerb von Einnahmen dreht.
 
Wer dagegen eine neue Ausbildung, die mit dem bisherigen Beruf nichts zu tun hat, steuerlich absetzen will, kann unter "Sonderausgaben" bis zu 4.000 Euro geltend machen. Eine Erklärung, warum die Ausbildung gemacht wird, ist nicht erforderlich.
 
Schwierig wird es oft bei Sprachfortbildungen. Auch wenn die beruflichen Gründe offensichtlich sind, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die Aufwendungen für den Sprachkurs akzeptiert werden. Eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder die Vorlage von Kursunterlagen kann für die Absetzbarkeit der Kosten sehr hilfreich sein.
 
Der Bundesfinanzhof stellte fest, die erforderliche berufliche Veranlassung kann bei jeder berufsbezogenen Bildungsmaßnahme erfüllt sein. Er unterscheidet damit nicht mehr zwischen Werbungskosten (abziehbare Kosten der Fortbildung in einem bereits ausgeübten Beruf) und Sonderausgaben (begrenzt abziehbaren Kosten der Ausbildung zu einem künftigen Beruf). Im Streitfall kommt es auf die sorgfältige Darlegung des beruflichen Zusammenhanges der berufsbildenden Maßnahme im Einzelfall an.
Wer Kurzarbeitergeld oder Saisonkurzarbeitergeld bezieht, kann sich auf Kosten der Arbeitsagentur weiterbilden. Der Gesetzgeber bietet seit 2009 Qualifizierungsmaßnahmen für Betriebe an, die Arbeitslosigkeit durch Kurzarbeit vermeiden.
 
Neu ist die Ausweitung des Personenkreises auf Facharbeiter oder andere qualifizierte Beschäftigte. Die Regelung beschränkt sich nicht auf kleine und mittelständische Betriebe. Auch größere Unternehmen können die neuen Angebote in Anspruch nehmen. Förderfähig sind unter bestimmten Bedingungen nicht nur allgemeine, auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Kenntnisse, sondern auch betriebsspezifische, auf die Belange des Arbeitsplatzes ausgerichtete Fortbildungen.
 
Die Höhe der Förderung hängt ebenso von der Art der Qualifizierung wie von der Unternehmensgröße ab. Im besten Fall können 80% der als angemessen anerkannten Lehrgangskosten ersetzt werden.
Der Europäische Sozialfonds (ESF) und die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Wirtschaft und Arbeit, fördern seit November 2009 mit dem Projekt „Hamburger Weiterbildungsbonus 2020“ gezielt kleine und mittlere Unternehmen (max. 249 Mitarbeiter/innen) und deren Beschäftigte.
 
Unabhängig vom zeitlichen Umfang, Inhalt und Abschluss sind nahezu alle Bildungsmaßnahmen förderungswürdig - sie müssen sich lediglich wettbewerbsfördernd bzw. arbeitsplatzsichernd auswirken. Ob ein Angelernter, der seinen Schweißerschein machen, ein Handwerker, der sein Englisch verbessern oder ein Anwaltsgehilfe, der seinen Fachwirt absolvieren will.
 
Gefördert werden:
  • Informationen zur Zielgruppe und Förderhöhe finden Sie hier
Beratung und Antrag auf Förderung:
zwei P PLAN:PERSONAL GmbH
Haferweg 46
22769 Hamburg
Tel.: 040-28 40 78-30
E-Mail: info@weiterbildungsbonus.net,
Internet: www.weiterbildungsbonus.net
Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für erfolgreiche Unternehmen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob er Kosten im Rahmen der Personalfortbildung übernehmen will.
Hamburger Weiterbildungstelefon
Montag - Donnerstag 10-18 Uhr
Freitag 9-17 Uhr
040-28 08 46-66
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